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Zwei neue First Responder

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Hochzeit bei der Feuerwehr Waldaschaff

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Einsatz 269
18.11.2017 - 21:00 Uhr
THL 1 - Ölspur
Ortsgebiet

Einsatz 268
17.11.2017 - 07:40 Uhr
First Responder
Waldaschaff, Ortsgebiet

Einsatz 267
15.11.2017 - 09:45 Uhr
THL 1 - Technische Hilfe klein
Waldaschaff, Ortsgebiet

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Warnungen DWD
Quelle: www.DWD.de


Über uns - Chronik

Die Chronik von 1873 bis heute

Die Anfänge

Gefahren, die durch Wasser oder Feuer verursacht wurden, haben Menschen schon immer in Atem gehalten. Wenn solche Fälle auch nicht oft auftraten, so war jedem bewusst, dass man im Ernstfall auf die freiwillige Hilfe anderer angewiesen war.

Erste Ansätze, so etwas wie organisierten gemeindlichen Brandschutz in Waldaschaff aufzubauen, sind seit Mitte des vorletzten Jahrhunderts festzustellen. So kommt es im Jahre 1862 zu einem Briefwechsel zwischen der Gemeindeverwaltung und dem königlichen Bezirksamt in Aschaffenburg. Es ging dabei um die Frage, ob man die Feuereimer einem jeden Bürger mit nach Hause geben könnte, und nicht wie bisher an einem zentralen Ort deponieren sollte. Die Gemeindeverwaltung versprach sich dabei eine schnellere Brandbekämpfung. Dieses Ansinnen wurde abgelehnt mit der Begründung, dass die Eimer für andere Zwecke benutzt werden oder im Laufe der Zeit verloren gehen könnten.

Die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr als Verein mit festen Aufgaben und Strukturen fand in Waldaschaff am 1. August 1873 mit dem Lehrer Andreas Rock als erstem Vorstand statt. In diese Zeit fielen viele solcher Feuerwehrgründungen in unserer Region, so dass davon ausgegangen werden kann, dass dabei die staatlichen Stellen mit sanftem Druck nachgeholfen haben. Neben den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gab es auch die Pflichtfeuerwehr, zu der zum Beispiel im Jahre 1878 230 männliche Einwohner gehörten.

Die ersten Anschaffungen, Joppen, Feuerwehrmützen, Dachfeuerleiter und Fangschnüre musste die Gemeindekasse bezahlen. Trotzdem scheint die Ausrüstung der Feuerwehrmänner mit Uniformen lange Jahre sehr dürftig gewesen zu sein, denn noch 1891 bemängelte das königliche Bezirksamt, dass die Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff bei der Bezirkshauptübung am 12. Juli mangelhaft uniformiert und ausgerüstet gewesen sei. Dieser Ausrüstungsnotstand führte dazu, dass sich Mitglieder, die privat einen Helm besaßen, dazu verpflichteten, im Falle ihres Todes oder eines freiwilligen Austrittes aus der Feuerwehr ihre Kopfbedeckung dem Verein zu überlassen.

Erste Einsätze, die schriftlich festgehalten wurden, waren am 24. August 1876, wo ein Waldbrand in den Abteilungen Meisterstuhl, Höhentanne und Birkenberg die Bevölkerung aufschreckte. Von der Gemeindeverwaltung wurde angeordnet, dass jede Nacht sechs Feuerwehrmitglieder auf den Bergen und vier Mann im Ort Feuerwache zu halten hatten. Oder in der Nacht vom 14. zum 15. Mai 1897, wo das Anwesen des Tagelöhners Grimm, zum Glück unbewohnt, brannte.

Auch damals gab es schon bürokratische Vorschriften. So schrieb das Brandversicherungsgesetz von 1875 dem Bürgermeister vor, dass zunächst dem Brandversicherungsinspektor, dann der Distriktspolizeibehörde Meldung zu machen seien. Erschöpfende Angaben seien über Ursache und Ausdehnung des Brandschadens zu erteilen. Überprüfungen, Visitationen genannt fanden ebenfalls statt. Am Sonntag, den 13. September 1885, besuchte der Kreisfeuerwehrvertreter Schultz morgens um 11.00 Uhr die Gemeinde, um sowohl die Freiwillige, als auch die Pflichtfeuerwehr zu besichtigen.

Leider gibt es aus dieser Zeit keine Versammlungsprotokolle, die einen tieferen Einblick in die Anfangsjahre erlauben würden.

Von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg

Ab dem 7. August 1898, angelegt am Tage des 25jährigen Bestehens, besitzen wir Protokolle von den Generalversammlungen und vielen Monatsversammlungen. Jetzt werden Ereignisse, Namen und Zahlen genannt, die die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr von Waldaschaff abwechslungsreich erzählen.

Schon in diesem ersten Protokoll kann man entdecken, dass trotz des feierlichen Anlasses, nämlich dem Gedenken an den 1. August 1873, auch ernste Probleme zur Sprache kamen. So wird beschlossen, dass bei jeder Monatsversammlung festgelegt werden soll, wann die beiden Übungstage stattfinden werden. Damit soll vorgebeugt werden, dass nicht durch leere Ausreden Übungen versäumt wer den. In der gleichen Versammlung gibt Vorstand Andreas Rock einen Überblick über die Entwicklung des Feuerwehr-Landes-Verbandes.

Unter dem 14. Januar 1899 kann man nachlesen, dass aus der Christbaumverlosung vom Dezember 1898 56,05 Reichsmark als Reingewinn eingenommen wurden. Zum Vergleich, im selben Jahr 1898 verbuchte der Kassier aus Mitgliederbeiträgen 28,20 Reichsmark. Vom reinen Kassenbestand von 142,82 RM wurde beschlossen, dass elf Helme und drei Uniformröcke beschafft werden sollen. Der Preis für einen Helm der Firma Magirus betrug damals 6,05 RM.

Das 25jährige Stiftungsfest wird verspätet am 15. Juli 1900 gefeiert, obwohl schon ein Beschluss existiert, diese Feier bereits am 17. September 1899 abzuhalten. Als Musik wird die Kapelle Fäth aus Hösbach engagiert, die mit zehn Mann für eine Entschädigung von 95,00 RM vom Samstagabend bis Montagmittag zur Verfügung steht. Die Einnahmen betrugen damals 1055,00 RM, wovon das Biergeld mit 908,00 RM den größten Posten ausmachte. Die Ausgaben beliefen sich auf 830,00 RM, wodurch aus dem Überschuss für 150,00 RM ein Vermögensanteil bei der Darlehenskasse Waldaschaff angelegt werden konnte.

Von einem Brandunglück beim Kameraden Philipp Schmittner ist am 18. Dezember 1932 zu lesen. Wegen des Verdachts der Brandstiftung sei dieser einfach verhaftet worden. Vorstand Georg Hussy protestiert gegen diese Maßnahme energisch und richtet an die Bezirksleitung das Gesuch, künftig solche Willkürakte zu verhindern.

Das 60jährige Stiftungsfest wird an Pfingsten 1933 gefeiert. Vom 4. bis 5. Juni gibt es ein Konzert auf dem Festplatz, der Weckruf am Sonntagmorgen um 6.00 Uhr, Kirchenparade mit Frühschoppen, am Nachmittag Festreden, Festbelustigung und Tanz. Als Eintrittsgeld wird ein Betrag von 20 Pfennig erhoben.

Die Wende in der Politik wird 1934 auch in den Protokollen sichtbar. Am Beginn und am Schluss der Versammlungen wird der neue »Gruß« praktiziert. Neue Kokarden in den bayerischen und deutschen Farben werden beschafft. Zur Wahl im Jahre 1936 wird den Kameraden ans Herz gelegt, in Uniform zur Urne zu gehen. Ab April 1936 wird der Kommandant mit dem beziehungsreichen Titel »Wehrführer« angesprochen.

Gleichzeitig aber wird der Sankt Florianstag am 7. Mai als Patronatstag der Feuerwehr und als Feuerschutztag festgelegt. Zu Gunsten der Feuerwehr findet an diesem Tage eine Sammlung in Form eines Blumentages statt. Für den Weißen Sonntag des Jahres 1933 wird beschlossen, in Uniform auszurücken. Zur Kirchenparade am Pfingstfest 1934 werden die Mitglieder um vollzähliges Erscheinen gebeten. Selbst an Ostern 1936 werden die Kameraden ermuntert, an der Auferstehungsprozessjon sich doch recht zahlreich zu beteiligen.

Das Problem der Beteiligung an Übungen zieht sich wie ein roter Faden durch alle 120 Jahre Vereinsleben. Von Ermahnungen bis zu Appellen, von Drohungen bis zu handfesten Befehlen reicht die Palette, mit der die Vorstandschaft die Feuerwehrleute zum Übungsbesuch aufforderte. Ein harter Beschluss wurde 1934 gefasst. Wer dreimal unentschuldigt bei Übungen fehlt, wird aus der Freiwilligen Feuerwehr ausgeschlossen und muss seinen Rock und Helm abgeben. Diese Regel galt nicht für Kameraden, die über 55 Jahre alt waren. Ob diese Androhung je wahr gemacht wurde, ist nicht überliefert.

Im Sommer 1934 taucht zum ersten Mal der Plan für eine neue Gerätehalle auf. Unter dem 8. Dezember 1934 kann man nachlesen, dass das Problem einer neuen Gerätehalle in absehbarer Zeit gelöst werden könne.

Ein bedeutendes Ereignis scheint in dieser Zeit die Durchführung des Bezirkstages mit Volksfest am 17. Mai 1936 gewesen zu sein. Für ein Eintrittsgeld von 30 Pfennig spielte die hiesige Musikkapelle, am Sonntag um 6.00 Uhr gab’s den Weckruf. Die Tagung selbst fand im Gasthaus Neuburger statt.

Der anstehende 2. Weltkrieg zeigt seine Auswirkungen auch im Protokollbuch der Feuerwehr. Das Wort Versammlung wird ab 1938 durch »Pflichtappell« abgelöst. Auf der Tagesordnung dieser Treffen stehen zum Beispiel Erfassung der aktiven Wehrmänner, Aufruf zur Sammlung zum Tag der Polizei, Sammlung zum Winterhilfswerk. Die Übungen werden nach einem neuen Muster durchgeführt. Fußdienst, Schul- und Angriffsübung heißen jetzt die Schlagworte. Außerdem wird der Ton der Übungsberichte deutlich schärfer. Ja es gibt sogar Verwarnungsgebühren bei Nichterscheinen.

Der Neubeginn

Der beginnende Optimismus der Nachkriegszeit drückt sich bei der Feuerwehr dadurch aus, dass jetzt wieder gesellschaftliche Ereignisse in den Vordergrund rücken. Es gibt wieder Weihnachtsfeiern, Altveteranen werden 1950 in einer Feierstunde von Kreisbrandinspektor Max Schiefer geehrt, Maskenbälle im Fasching oder Feuerwehrbälle, z.B. Ostermontag 1955, werden abgehalten. Dass dabei der schwache Besuch und die lnteressenlosigkeit der Ortsbevölkerung zu Enttäuschungen führten, soll nicht verschwiegen werden.

Auch die Technik hält ihren Einzug in die Feuerwehr. Nachdem schon 1942 eine Motorspritze angeschafft wurde, wird 1958 am 11. Mai eine neue Spritze eingeweiht. Bereits im Januar 1959 kündigt Bürgermeister Alois Ritter die baldige Beschaffung eines LF 8 Fahrzeuges an. Ein Tanklöschfahrzeug wird 1971, vom Landkreis wird 1977 das Lichtmastfahrzeug übernommen. 1985 ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 und ein neuer Mannschaftsbus, ein neues TLF 16/25 1989 in Dienst gestellt. In diesem, dem Jubiläumsjahr, vervollständigen ein aus Eigenmitteln beschafftes Tanklöschfahrzeug 24/50 sowie ein Gerätewagen den Fahrzeugpark unserer Feuerwehr.

Je mehr die technische Ausrüstung verbessert wird, desto stärker wird in den Nachkriegsjahren der Ruf nach einem neuen Gerätehaus laut. Zur Erinnerung, diese Frage wurde schon 1934 angesprochen. Diskutiert wird dieser Dauerbrenner, insbesondere die Lage und die Beschaffung eines Bauplatzes, wieder im Januar 1951. Einen Vorschlag über eine Instandsetzung des alten Spritzenhauses bringt Bürgermeister Alauns Ritter im Februar 1957, und im Januar 1959 beklagt der Kommandant Heinrich Hock die schlechten Zustände im Gerätehaus. Die Frage des Bauplatzes scheint im Januar 1961 endlich geklärt zu sein, so das 1963 mit dem Bau eines neuen Gerätehauses begonnen werden konnte.

Die Freude über das erreichte Ziel, nun ein neues Feuerwehrhaus an der Stelle des alten Hofhauses bekommen zu haben, drückte sich in der Feier des leicht verspäteten 90jährigen Stiftungsfestes 1966 mit Gerätehauseinweihung aus. Drei Tage wurde ausgiebig gefeiert mit einer Ernstfallübung, mit großem Zapfenstreich, kirchlicher Weihe des neuen Hauses, mit Festzug und Tanzunterhaltung. Im Jahre 1986 wurde mit einem Anbau unter tatkräftiger Mithilfe der Feuerwehrkameraden der inzwischen aufgetretene Platzmangel zumindest für kurze Zeit behoben.

Um die Wasserversorgung im Ernstfall zu sichern, werden 1964 neun Wasserentnahmestellen festgelegt, beziehungsweise eingerichtet. Diese liegen bei der Heckenmühle, beim Löwen, bei der Forstmühle, bei der Christenbrücke, beim Kunz Willi, in der Breite Wiese, im Sülzberg, in der Mühlwiese und bei der Firma Wagon (ehemals Ymos).

Mit den steigenden Anforderungen an die Wehr änderte sich auch die Ausbildung. Schulungsabende im Winter, Nacht- und Großübungen zusammen mit anderen Wehren im Rahmen der Brandschutzwoche im Oktober ergänzten die Übungen der einzelnen Gruppen. Auch in der Alarmierung deutete sich ein Wandel 1968 an. Von Funkgeräten, die angeschafft werden sollen, ist hier erstmals die Rede.

So wundert es nicht, dass die Liste der Einsätze, die ab 1970 mit in die Versammlungsprotokolle aufgenommen wurde, von Jahr zu Jahr umfangreicher wurde. Die Bandbreite reicht vom Löschen von Wiesen- und Waldbränden über Aufräumarbeiten nach Wolkenbrüchen, Sicherstellung der Wasserversorgung in den umliegenden Gemeinden bis zu technischen Hilfeleistungen auf der Autobahn.

Auch auf dem Gebiet der Geselligkeit tat sich einiges. Das bislang letzte große Fest war das l00jährige Stiftungsfest vom 20. bis 23. Juli 1973. Auf dem Programm dieses runden Jubiläums standen ein Bayerischer Bierabend am Freitag, Großübung mit Festkommers am darauf folgenden Samstag, Ehrung der Jubiläums und Festzug am Sonntag und Festausklang mit moderner Tanzmusik zum Abschluss. In dieser Zeit begann man auch, gemeinsam mit der Wehr aus Laufach den Florianstag zu begehen. Mit diesen Kameraden veranstaltete man 1975 und 1976 auch eine Jahresabschlussfahrt. Im Jahre 1977 fuhren die Wehrmänner für vier Tage nach Berlin, 1979 stand Paris, 1987 eine Fahrt an die Ostsee, nach Grömitz, auf dem Programm. Lakefleischessen, Schlachtfeste, Weihnachtsfeiern und seit kurzem das Vatertagsfest am Gerätehaus runden den Veranstaltungsreigen der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff bis heute ab.

Bewegende Jahre

Die nächsten Jahre nach unserem großen Jubiläumsfest anlässlich des 120jährigen Bestehens der Feuerwehr Waldaschaff waren wie auch die Jahre zuvor sehr Bewegt. Im Vordergrund stand die Beschaffung von neuen Fahrzeugen und Geräten. Denn die seit Mitte der achtziger Jahre stetig ansteigende Zahl an Einsätzen, insbesondere im Bereich der Technischen Hilfeleistung, erfordern modernste Gerätschaften zur Menschenrettung aber auch zur Sicherung eigener Kräfte an der Einsatzstelle. Die Vorläufige Spitze an Einsätzen wurde 1997 erreicht. Mit 241 Alarmierungen 1997 ist die Waldaschaffer Wehr eine der meistgeforderten Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg. Aber was wäre eine hochmodern ausgerüstete Feuerwehr ohne eine motivierte Mannschaft, die mit den Geräten auch effektiv umgehen kann. Deshalb nimmt die Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff einen immer größer werdenden Stellenwert ein, um den wachsenden und teilweise geänderten Aufgaben gerecht zu werden. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Arbeit den Freiwilligen Feuerwehren ehrenamtlich und ohne jegliche Vergütung erfolgt. Beispielsweise leisteten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff im Jahre 1997 rund 10.000 Einsatzstunden und besuchten 30 interne Ausbildungsveranstaltungen sowie zahlreiche Lehrgänge in Aschaffenburg, Würzburg und Regensburg.

1996 wurden gleich zwei neue Fahrzeuge sowie ein Verkehrssicherungsanhänger eingeweiht

Den Höhepunkt dieser Jahre stellte zweifelsohne das an der Kerb 1996 stattfindende Fest anlässlich der Einweihung gleich dreier Gerätschaften dar. Neben einem neuen Mehrzweckfahrzeug als Ersatzbeschaffung für das alte, das auf einer Einsatzfahrt in einen Unfall verwickelt wurde und Totalschaden erlitt, weihte unser Pfarrer ein neues landkreiseigenes Lichtmastfahrzeug ein, welches das knapp 20 Jahre alte eigene Lichtmastfahrzeug ersetzte. Darüber hinaus konnten wir am gleichen Tag einen, nach langem Ringen mit dem Landkreis, endlich zur Verfügung gestellten Verkehrssicherungsanhänger einweihen. Als eine wichtige Beschaffung der letzten Jahre wäre auch das von der Berufsfeuerwehr München erworbene Tro TLF 16 zu erwähnen. Dieses Einsatzfahrzeug ergänzt unseren Fuhrpark, insbesondere bei Einsätzen auf der Autobahn, optimal.

Gerätehaus seit 1994 ständig Baustelle

Bereits im Jahre 1993 war das bestehende Gerätehaus mit seinen vier Garagen zu klein geworden. Aus Platzmangel musste das Mehrzweckfahrzeug zeitweise in der Scheune beim Kameraden „Hüller“ untergebracht werden. In dieser Zeit entschloss sich die Gemeinde das bestehende Gerätehaus zu erweitern. Im September 1994 begann man mit den Bauarbeiten einer zweiten Fahrzeughalle. In den Zeiten immer knapper werdender finanzieller Mittel der öffentlichen Hand entschlossen sich die Wehrmänner mit Unterstützung einiger Fördermitglieder die Arbeiten in Eigenleistung auszuführen. Bereits am 17. Dezember 1994 konnte das Richtfest gefeiert werden und bald darauf standen schon die Fahrzeuge in der neuen Halle. In den nachfolgenden Jahren stand die Renovierung des bestehenden Gerätehauses im Vordergrund der Bautätigkeit. So wurden drei Neue Tore eingebaut und die beiden Büros erhielten ein neues Gesicht. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Motivation in Bezug auf den Arbeitsdienst am Feuerwehrhaus in letzter Zeit immer mehr nachließ. Deshalb entschloss sich die Gemeinde auf Drängen der Wehrführung den dringend notwendigen rückwärtigen Anbau von einer Baufirma ausführen zu lassen. Der Anbau beinhaltete die Umkleide- und Hygieneräume, sowie die Werkstatt. Der am unserem 125jährigen Jubiläumsfest eingeweihten Gerätewagen-Logistik konnte so auch im Feuerwehrhaus untergestellt werden.

Patenschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Straßbessenbach

Auch das Vereinsleben kam bei der freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff in diesen Jahren nicht zu kurz. Bereits ein Jahr nach unserer Fahnenweihe beim 120jährigen Jubiläumsfest 1993 durften wir die Fahnenpatenschaft bei der Wehr aus Straßbessenbach übernehmen. Das gute Verhältnis der beiden Wehren wurde hierdurch weiter vertieft. Rege Kontakte gab es auch mit unserem „Fahnenpetter“ aus Frohnhofen. Neben den regelmäßigen Besuchen der Feste beider Vereine blieb der Ausflug nach Obereisenheim bei den Kameraden ein unvergessliches Ereignis.

Gute Nachwuchsarbeit

Eine Einrichtung wie die Freiwillige Feuerwehr steht und fällt mit ihrer Jugendarbeit. So ist es den beiden Jugendwarten zu verdanken, dass die gute Arbeit im Nachwuchsbereich in den Jahren 1993 bis 1998 fortgesetzt werden konnte. Neben zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen, in denen die Jugend an die Arbeit und die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt werden soll, nahmen die Jugendlichen der Wehr auch regelmäßig and den Zeltlagern und Wettkämpfen auf Kreisebene teil. Unvergesslich blieb der Beat-Abend in der Turnhalle mit der Gruppe „Feel Collins“ anlässlich des 20jährigen Geburtstages der Jugendgruppe am 30. März 1996. Aber junge Leute für den Feuerwehrdienst zu begeistern wird in dieser Zeit, in der ein Überangebot an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten herrscht, immer schwieriger. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass die Jugendgruppe 1996 nur noch fünf Jugendliche zählte. Den Anstrengungen der Jugendwarte ist es zu verdanken, dass im Jahre 1998 die Zahl der Jugendlichen wieder auf 12 angestiegen war.

Um die Jahrtausendwende

Die weiterhin stark zunehmende Zahl an Einsätzen im Bereich der technischen Hilfe waren in den darauf folgenden Jahren auch Grundlage für weitere Fahrzeugbeschaffungen. So wurde im Jahre 1998 ein Gerätewagen – Logistik beschafft, um eine Vielzahl von technischen Geräten an die Einsatzstelle zu bringen. Des Weiteren wurden im Jahre 2001 ein gebrauchter Kommandowagen und ein Rüstwagen 1 beschafft, welche durch die Kameraden selbstständig restauriert und umgebaut wurden. Diese Anschaffungen sollten sich schon ein paar Jahre darauf bezahlt machen.

2002 ereignete sich ein Einsatz für die Feuerwehr Waldaschaff, der bei uns Spuren hinterließ und bei dem Kontakte geknüpft wurden, die bis heute bestehen und gepflegt werden. Beim Jahrhunderthochwasser im Landkreis Bitterfeld, speziell in Raguhn und Priorau, am Fluss Mulde war unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff im Hilfeleistungseinsatz.

Einen weiteren großen Schritt mache die Feuerwehr Waldaschaff im Jahre 1999 in Sachen des örtlichen Brandschutzes. So konnte damals die zweite Drehleiter DL(A)K 23/12 im Landkreis Aschaffenburg mit Unterstützung des Landkreises beschafft werden, die dann um die Jahrtausendwende ein hohes Maß an Ausbildung für die Wehr forderte. Im Jahre 2003 stand nun die Bildung einer First Responder Gruppe an, welche dazu dient, die im Spessart oftmals sehr langen Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes zu überbrücken, und in dieser Zeit Patienten zu sichten, erste Diagnosen zu stellen und erste Maßnahmen einzuleiten. Zu diesem Zweck wurde auch das vorhandene MZF zu einem ELW 1 umgebaut, der zusätzlich mit umfangreichem medizinischem Material, das für die Einsätze der First Responder Gruppe von Nöten ist, beladen wurde. Um im Landkreis und auch insbesondere auf der Autobahn in kurzer Zeit große Mengen an Wasser verfügbar zu haben wurde außerdem ein TLF 24/50 beschafft und auch noch 2003 in Dienst gestellt. In diesem Jahr wurde dann auch schließlich noch die Gruppe der Höhensicherung gegründet, um auch absturzgefährdeten Personen professionelle Hilfe bieten zu können, was sich auch an der örtlichen Autobahnbrücke „Kauppenbrücke“ in Einsätzen als sinnvoll erwiesen hat. Im Jahre 2004 wurde schließlich noch ein Kommandowagen auf VW Sharan beschafft, welcher in allen Hilfeleistungskontigenten des Landkreises als Führungsfahrzeug eingeplant ist. Weiterhin dient er als Dienstfahrzeug des EvD (Einsatzleiter vom Dienst), ist also somit das Erstfahrzeug bei sämtlichen Feuerwehreinsätzen und integriert sich im Messkonzept des Landkreis Aschaffenburg, welches bei Gefahrguteinsätzen oder Großbränden zum Einsatz kommt, um Gefahren für die Umwelt und Bevölkerung frühzeitig erkennen zu können und zu bekämpfen. Im selben Jahr wurde auch das Feuerwehrgerätehaus um zwei Stellplätze in Form einer Waschhalle erweitert. Das Einführen der Abschnittsführungsstellen im Landkreis machte es zusätzlich notwendig, den vorhandenen Funkraum zu einer voll ausgestatteten Einsatzzentrale auszubauen.

Rasante Entwicklung

So wurde 2006 der An- und Umbau am Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und mit ihm gleich ein neues Mehrzweckfahrzeug auf VW LT35 und ein Gabelstapler vom Typ H15 der Firma Linde in Dienst gestellt. Außerdem wurde ein gebrauchter Rüstwagen der Berufsfeuerwehr München gekauft und in Eigenarbeit hergerichtet. Dieser Rüstwagen sollte die nächsten Jahre der größte dieser Art in Nordbayern sein. Für das in die Jahre gekommene LF 16 aus dem Jahr 1985 wurde im Jahr 2007 ein spezielles HLF 30/40/10 beschafft, welches sowohl große Löschmittelvorräte birgt, als auch eine große Bandbreite an Mitteln zur technischen Hilfeleistung abdeckt. Dieses Fahrzeug ist mit seiner Staffelbesatzung ideal für vielfältigste Einsätze auf der Autobahn.

Ein weiteres HLF 10/6 wurde dann im darauf folgenden Jahr 2008 beschafft und in Dienst gestellt, um den örtlichen Brandschutz in Waldaschaffs verwinkelten Gässchen sicher zu stellen. Es wurde zum 135jährigen Bestehen der Feuerwehr Waldaschaff eingeweiht. Das Fest war ein großer und mehrtägiger Festakt. Auch in diesem Jahr veranstaltete die Jugendfeuerwehr Waldaschaff ihr erstes gemeinsames Zeltlager mit der Jugendfeuerwehr Raguhn, was dem Verhältnis zwischen den Wehren Raguhn und Waldaschaff ausbaute.

Im Jahre 2009 fand dann erstmals ein Tag der offenen Tür am Feuerwehrgerätehaus statt, welcher sehr gut besucht war, und auch großen Anklang bei der Ortsbevölkerung fand. Die Tatsache, dass der Frauenanteil in der freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff sehr hoch ist, hatte dann 2010 die Folge, dass der Bayrische Rundfunk auf uns aufmerksam wurde und mit einem Filmteam anrückte. An zwei Drehtagen wurde eine Dokumentation über „Frauen bei der Feuerwehr“ aufgenommen, welche im Rahmen der Werbeaktion „Frauen an den (Brand)Herd“ ausgestrahlt wurde. Im Herbst diesen Jahres wurde dann ein TLF 8/18 auf Mercedes Unimog beschafft, das in Eigenarbeit, zu einem Fahrzeug speziell für Brände in unwegsamem Gelände, umgebaut wurde. Es wurde beim nächsten Tag der offenen Tür im Jahr 2011 zusammen mit einem neuen Verkehrssicherungsanhänger und dem Rüstwagen Kran eingeweiht. Auch dieser Tag der offenen Tür war ein großer Erfolg und wurde von der Bevölkerung übermäßig gut besucht. Der hier eingeweihte Rüstwagen Kran löste auch den alten Rüstwagen 3 ab, welcher an ein Bergungsunternehmen verkauft wurde.

Die Alarmierungsumstellung auf die Integrierte Leitstelle Bayrischer Untermain und die geplante Umstellung auf Digitalfunk, die Planung für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf dem Gründstück der ehemaligen Kauppenbrücke, Ersatzbeschaffungen für HLF 30/40/10 und ELW 1 sowie die Probleme des demografischen Wandels die Waldaschaffer Wehrleute auch in Zukunft auf trapp halten.

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